Mal den Bonsai aufpeppeln

Vor einigen Tagen waren wir während unseres Urlaubs in einem wunderschönen Bonsai-Garten und haben dort wahnsinnig beeindruckende Exemplare dieser kleinen Baumart bewundern können.
Dabei kam mir der Gedanke, mich endlich um meinen eigenen Bonsai zu kümmern. Dieser kränkelt schon seit einiger Zeit vor sich hin und fristet nur noch ein Schattendasein auf dem Fensterbrett. Doch nun soll Schluss damit sein.
Kurzerhand das Weltnetz befragt, was Pflege und Maßnahmen zur Rettung kritischer Fälle angeht, Online-Shops durchforstet und Preise verglichen, Artikel bestellt, Ware geliefert bekommen und los geht das.
Meine erste Maßnahme soll es sein, den Bonsai umzutopfen, was ich hier einmal kurz schilden möchte. Kenner werden mich zwar nun schelten, da man das Umtopfen während des Frühjahres erledigen sollte. Ich befürchte jedoch, dass mein Bonsai ohne diese Maßnahme den nächsten Frühling nicht mehr erleben wird.
Ok, wo fangen wir an? Am Anfang natürlich, bei den Arbeitsmitteln:

  1. Die benötigten Utensilien und Gadgets
    – Eine Schale nebst passendem Untersetzer
    – Akadama Bonsai-Erde
    – Blähschiefergranulat (Drainagematerial)
    – Abdeckgitter (in meinem Fall 4,5 x 4,5 cm)
    – Kupferdraht, weichgeglüht
    – und natürlich den Bonsai-Baum
  2. Einsetzen der Abdeckgitter
    Damit die Bonsai-Erde in Zukunft beim Gießen nicht aus der Schale gewaschen wird, werden über die Ablauflöcher einfach Gitter gelegt. Diese sollen das weitestgehend verhindern.
    In diese Gitter wird dann zusätzlich noch der Kupferdraht eingefädelt. Diese benötigt man später, um dem Bäumchen den entsprechenden Halt zu geben.
  3. Nun füllt man die Schale mit einer dünnen Schicht Drainagematerial. Es soll dafür sorgen, dass überschüssiges Wasser gut abfließen kann und das Wasser sich nicht in der Schale staut. Somit wird die Wurzelfäule verhindert.
  4. Danach wird es schmutzig. Es gilt den Baum aus seinem alten Gefäß zu befreien und seine Wurzeln komplett von der Erde freizulegen. Hier hat sich ein schmaler Stock / Schaschlikspieß als äußerst hilfreich erwiesen.
    Anschließend werden die nun freigelegten Wurzeln zurückgeschnitten. Sie können durchaus um bis zu 2/3 gekappt werden.
  5. Jetzt füllt man die Schale mit einer Schicht Bonsai-Erde auf und setzt den Baum ein. Nun kommt unser Draht ins Spiel. Da der Baum leider nicht einfach so stehen bleibt, fixiert man diesen mit den überstehenden Drähten.
    Daraufhin füllt man die Schale halb mit Bonsai-Erde auf. Diese wird nun mit dem (bereits verwendeten) Stab sorgfältig in die Wurzeln eingearbeitet und bei Bedarf neu hinzugegeben.
    Das Ganz wiederholt man, bis die Schale gut gefüllt ist und die Wurzeln komplett von Erde umgeben sind.
  6. Jetzt kümmert man sich um den Untersetzer. Diesen füllt man mit einer Mischung aus Bonsai-Erde und Drainagemischung auf und wässert diese anschließend. Darauf setzt man nun die fertige Bonsai-Schale. Hintergrund ist der, dass der feuchte Untersetzer die Luft um den Bonsai-Baum feucht hält. Diese ist in den meisten Wohnungen zu trocken.
    Weiterhin wird im Untersetzer das überschüssige und abfließende Wasser aufgefangen und sorgt somit zur permanenten Befeuchtung des Untersetzers.

Jetzt den Baum wässern und man ist fertig. Nun heißt es Daumen drücken, dass der kleine Baum das überlebt hat und sich aus seinem Gesundheits-Tief erholt.
Ich habe das Ganze auch in Bildern festgehalten. An diesen wird die Vorgehensweise mit Sicherheit klarer/nachvollziehbar:

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Ronny Hartmann-Schmidt

Über Ronny Hartmann-Schmidt

Ronny ist Autor bei Hartmann-schmidt.de, Software-Entwickler, Dozent im Fachbereich Informatik und begeisterter Web-Entwickler.

28. September 2010 von Ronny Hartmann-Schmidt
Kategorien: Allgemein | Schlagwörter: , , | 3 Kommentare

Kommentare (3)

  1. Hallo Ronny,
    ich suche jemanden, der mein Aquarium wieder fit macht. Kann ich dich mieten?

    Liebe Grüße
    Dominik

  2. Ronny Hartmann-Schmidt

    Hehe, nee. Da bin ich leider der falsche Ansprechpartner.

  3. Cool… sogar mit japanischem Gartenzwerg 🙂

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